Das Zwerchfell trainieren für eine bessere Ausdauer

Werden Sie beim Laufen, Radfahren oder anderem Ausdauertraining frühzeitig kurzatmig, obwohl die Beine noch Kraft haben? Dann kann die Atmung der begrenzende Faktor sein

Werden Sie beim Laufen, Radfahren oder anderem Ausdauertraining frühzeitig kurzatmig, obwohl die Beine noch Kraft haben? Dann kann die Atmung der begrenzende Faktor sein. Wie Sie atmen, spielt eine entscheidende Rolle für Ihre Ausdauer, Leistungsfähigkeit und Ihre Fähigkeit, den VO2max zu verbessern.

Das Zwerchfell – der wichtigste Atemmuskel des Körpers

Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel des Körpers und übernimmt den größten Teil der Atemarbeit sowohl in Ruhe als auch bei körperlicher Aktivität. Es befindet sich unterhalb der Lungen und ermöglicht eine tiefe und effiziente Atmung, indem es sich beim Einatmen senkt und beim Ausatmen hebt.

Mit Beginn des Ausdauertrainings steigen die Anforderungen an Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit des Zwerchfells deutlich. Ein gut funktionierendes Zwerchfell wird daher zu einem entscheidenden Faktor für Ausdauer und Leistungsfähigkeit bei körperlicher Belastung.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie das Zwerchfell funktioniert

Warum die Atmung die Ausdauer begrenzen kann

Viele Menschen erleben beim Ausdauertraining eine zunehmende Atembelastung, lange bevor die Beinmuskulatur ermüdet ist. Dies ist ein häufiges Anzeichen dafür, dass die Atemmuskulatur, insbesondere das Zwerchfell, den steigenden Anforderungen bei höherer Intensität nicht vollständig gewachsen ist.

Arbeitet das Zwerchfell effizienter, verbessert sich der Gasaustausch mit jedem Atemzug. Die Atmung fühlt sich ruhiger an, die Herzfrequenz ist besser kontrolliert und die Belastung wird beim Laufen und anderen Ausdaueraktivitäten gleichmäßiger wahrgenommen.

Mit steigender Intensität muss der Körper:

  • mehr Sauerstoff aufnehmen
  • mehr Kohlendioxid abgeben
  • die Atmung unter Belastung effizient aufrechterhalten

Kann das Zwerchfell diese Anforderungen nicht erfüllen, wird die Atmung häufig schnell und flach. Dies verschlechtert die Sauerstoffaufnahme und lässt das Training anstrengender erscheinen, als es tatsächlich ist. Die Folge ist eine frühere Atemnot, obwohl die Beinmuskulatur noch leistungsfähig ist.

Was passiert, wenn die Atemmuskulatur ermüdet?

Studien zeigen, dass auch die Atemmuskulatur bei hoher Belastung ermüden kann, selbst bei gut trainierten Personen. In diesem Zustand nimmt die Effizienz der Atmung ab und die wahrgenommene Anstrengung steigt.

Bei Ermüdung der Atemmuskulatur kann der Körper die Durchblutung zugunsten der Atmung umverteilen. Dadurch steht den arbeitenden Beinmuskeln weniger Kapazität zur Verfügung. In diesem Fall begrenzt die Atmung die Leistung stärker als die Muskelkraft.

Arbeitet das Zwerchfell hingegen effizienter, wird die Atmung als ruhiger empfunden, die Herzfrequenz bleibt besser kontrolliert und die Belastung verteilt sich gleichmäßiger während des Ausdauertrainings.

Was sagt die Forschung zum Training des Zwerchfells?

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Atemmuskulatur einschließlich des Zwerchfells auf Training ähnlich reagiert wie andere Skelettmuskeln. Durch regelmäßige und gezielte Belastung lassen sich sowohl Kraft als auch Ausdauer verbessern.

Beobachtete Effekte sind unter anderem:

  • geringere wahrgenommene Atemnot bei körperlicher Belastung
  • stabilere und kontrolliertere Atmung während des Trainings
  • verbesserte Ausdauer bei Alltagsaktivitäten und Ausdauertraining
  • schnellere Erholung zwischen Belastungsphasen
  • ein insgesamt kontrollierteres und positiveres Trainingserlebnis

Diese Effekte hängen mit einer erhöhten Ausdauer des Zwerchfells und einer besseren Toleranz gegenüber ventilatorischer Belastung zusammen. Für viele Freizeitsportler wird es dadurch leichter, ein gleichmäßiges Tempo zu halten und länger zu trainieren, ohne die Kontrolle über die Atmung zu verlieren.

Kann man das Zwerchfell trainieren?

Ja. Das Zwerchfell ist ein Skelettmuskel und kann gezielt trainiert werden, genau wie andere Muskeln im Körper. Auch wenn Laufen und anderes Ausdauertraining das Atmungssystem beanspruchen, reicht dies nicht immer aus, um die Leistungsfähigkeit des Zwerchfells optimal zu entwickeln.

Ein spezifisches Zwerchfelltraining mit kontrolliertem Widerstand kann daher eine wirksame Ergänzung zum Ausdauertraining sein.


Wie trainiert man das Zwerchfell für eine bessere Ausdauer?

Ein effektives Zwerchfelltraining basiert auf:

  • kontrollierter Aktivierung der Atemmuskulatur
  • Widerstand beim Ein und Ausatmen
  • kurzen, regelmäßig wiederholten Trainingseinheiten

Ziel ist es, Kraft und Ausdauer des Zwerchfells zu steigern, damit es unter hoher Belastung effizienter arbeiten kann.

Atemübungen

Einfache Übungen mit Fokus auf ruhige, tiefe Atmung können helfen, das Zwerchfell gezielter zu aktivieren.

Neuromuskuläres Training

IQoro ist ein neuromuskuläres Trainingsgerät, das als Ergänzung zu anderem Training eingesetzt wird. Durch kontrollierten Widerstand werden Muskeln im Mund, Rachen und Zwerchfell aktiviert, die funktionell mit Atmung und Haltung verbunden sind.

Für Freizeitsportler kann dies zu einer besseren Atemkontrolle und Ausdauer beitragen. Das Training ist niedrigintensiv, zeiteffizient und lässt sich leicht in den Alltag integrieren, 3 x 30 Sekunden, dreimal täglich.

Studien zeigen zudem positive Effekte des IQoro Trainings bei unter anderem Refluxbeschwerden, Schluckfunktion und Haltungsstabilität. In den Studien zeigten 97 Prozent der Teilnehmenden eine deutliche Verbesserung, viele sind heute vollständig symptomfrei.


FAQ – häufige Fragen

Welche Funktion hat das Zwerchfell beim Ausdauertraining?

Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und steuert, wie effizient Luft in die Lungen ein und ausströmt. Gerade beim Ausdauertraining spielt ein gut funktionierendes Zwerchfell eine zentrale Rolle, da es die Sauerstoffaufnahme verbessert. Dadurch wird Atemnot reduziert und gleichzeitig hilft es dem Körper, die Leistungsfähigkeit auch bei höherer Intensität aufrechtzuerhalten.

Warum wird man trotz guter Kondition kurzatmig?

Atemnot ist nicht immer ein Zeichen für geringe Fitness. Arbeitet das Zwerchfell nicht effizient, wird die Atmung flacher. Dies kann zu einer schlechteren Sauerstoffaufnahme und früherer Ermüdung führen, auch bei gut trainierten Personen

Kann man das Zwerchfell gezielt trainieren?

Ja. Das Zwerchfell ist ein Skelettmuskel und kann spezifisch trainiert werden. Das Training erfolgt durch kontrollierte Aktivierung mit Widerstand und regelmäßige Wiederholung, ähnlich wie bei anderem Muskeltraining.

Verbessert Zwerchfelltraining die Ausdauer?

Studien zeigen, dass das Training der Atemmuskulatur die wahrgenommene Anstrengung senken und die Ausdauer beim Ausdauertraining verbessern kann. Dies ist auf eine effizientere Atmung und bessere Sauerstoffnutzung zurückzuführen.

Wie oft sollte man das Zwerchfell trainieren?

Zwerchfelltraining ist am effektivsten, wenn es regelmäßig in kurzen Einheiten durchgeführt wird. Es sollte als Ergänzung zum Ausdauertraining betrachtet und in die tägliche Routine integriert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Brustatmung und Zwerchfellatmung?

Die Brustatmung ist flacher und nutzt hauptsächlich den oberen Bereich der Lungen. Die Zwerchfellatmung aktiviert das Zwerchfell und ermöglicht eine tiefere Atmung, bessere Sauerstoffaufnahme und eine kontrolliertere Atmung unter körperlicher Belastung.


Wissenschaftliche Quellen

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