Reflux – Symptome und Behandlung

Sie leiden unter Reflux? Damit sind Sie bei weitem nicht allein. Eine Refluxerkrankung äußert sich unter anderem durch Husten, Übelkeit und Brustschmerzen. Wussten Sie aber, dass eine einfache tägliche Übungsroutine geschwächte Muskeln in Ihrem Körper stärken und so die Ursache der Symptome behandeln kann?

Was ist Reflux?

Reflux bedeutet, dass Magensäure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Dazu kommt es, wenn der Mageneingang falsch liegt und deshalb nicht dicht schließt. Durch die verbleibende Öffnung kann Magensäure austreten. 

Wenn die ätzende Magensäure mit der Speiseröhre in Kontakt kommt, fühlen wir uns unwohl. Häufige Reflux-symptome sind Husten, Sodbrennen, saures Aufstoßen, Übelkeit und ein brennendes Gefühl in der Brust. 

Die Refluxkrankheit ist auf eine Schwächung des Zwerchfells zurückzuführen – eines dünnen, starken Muskels, der den Magen und seinen Inhalt eigentlich unterhalb des Zwerchfells an Ort und Stelle halten sollte. 

Reflux wird auch gastroösophageale Refluxkrankheit oder GERD/GORD genannt. Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind acid Reflux, stiller Reflux und laryngopharyngealer Reflux (LPR).

Fachkrankenschwester Charlotte Pålsson erklärt, was Reflux ist. (Choose English subtitles)

Refluxsymptome

Reflux äußert sich durch viele unterschiedliche Symptome. Wenn Sie Menschen fragen, wie sich Reflux für sie anfühlt, werden Sie schnell feststellen, dass jeder anders empfindet.

Manche haben große Probleme mit Reflux. Bei anderen wiederum fließt weniger Magensäure zurück in die Speiseröhre. Deshalb sind bei ihnen die Beschwerden geringer.

Die einen haben Reflux ohne Sodbrennen, während andere so schwerwiegende Symptome haben, dass ihre Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist.

Die Symptome von Reflux variieren sowohl in der Art und Weise, wie sie empfunden werden, als auch in der Häufigkeit ihres Auftretens. Während manche Menschen mehrmals am Tag oder im Zusammenhang mit bestimmten Aktivitäten Probleme haben, wie beim Heben schwerer Gegenstände, im Liegen oder beim Essen, kommen und gehen bei anderen Menschen die Symptome mit längeren symptomfreien Intervallen. 

Im schlimmsten Fall kann Magensäure die Schleimhäute der Speiseröhre schädigen, auch wenn Sie keine erheblichen Refluxbeschwerden hatten. Daher ist es wichtig, die Probleme so schnell wie möglich anzugehen.

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Häufige Reflux-symptome:

  • Sodbrennen
  • Schmerzen in der Brust
  • Reizhusten
  • Übelkeit
  • Saures Aufstoßen
  • Starker Speichelfluss mit schaumiger Konsistenz
  • Schmerzen im Oberbauch

In manchen Fällen ändert sich die Stimme und es kommt zu Heiserkeit, Halsschmerzen oder Atemwegsproblemen bis hin zu asthmaähnlichen Symptomen. Ein weiteres häufiges Symptom von Reflux sind Schädigungen der Zahnsubstanz und der Mundschleimhaut. Wiederkehrender Reflux führt also auch zu einer Verschlechterung der Mundgesundheit.

Reflux, Schnarchen, Verschlucken – dank Training für Ulla kein Thema mehr

Bei Ulla führte ein Zwerchfellbruch zu Beschwerden wie Reflux und häufigem Verschlucken. Außerdem schnarchte sie und hatte nächtliche Atemaussetzer, was nicht nur sie selbst, sondern auch ihren Mann um den Schlaf brachte. Dank des Trainings mit IQoro sind die Symptome für Ulla heute kein Thema mehr.

Früher kam mir ständig das Essen wieder hoch, wenn ich mich direkt nach einer Mahlzeit bückte. Heute kann ich mich wieder nach Herzenslust meinem Garten widmen – ganz egal, was ich gegessen habe. Ullas Geschichte lesen

Behandlung von Reflux

Reflux ist nichts, was Sie hinnehmen müssen. Heute kann die Ursache von Reflux erfolgreich behandelt werden. Und zwar so, dass die Symptome nicht nur vorübergehend gelindert, sondern dauerhaft beseitigt werden. 

Weiter unten erklären wir, wie Reflux durch eine Schwächung des Zwerchfells hervorgerufen wird.  Wenn das Zwerchfell geschwächt ist, kann es den Magen nicht an Ort und Stelle halten. Infolgedessen gelangt Magensäure in die Speiseröhre.

Das Wichtigste für eine langfristige Behandlung Ihrer Reflux-symptome ist die Stärkung des geschwächten Zwerchfells und der inneren Muskulatur. Hier kommt das neuromuskuläre Trainingsgerät IQoro ins Spiel.

IQoro behandelt Reflux auf natürliche Weise. Die Behandlung stimuliert die Nerven und stärkt die gesamte Muskelkette, die am Schluckvorgang beteiligt ist, von den Lippen bis hinunter zum Zwerchfell und Magen. 

Zur Reflux Behandlung mit IQoro wurden an schwedischen Universitäten Studien durchgeführt. Die so wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit wurde international in medizinischen Fachzeitschriften überprüft und publiziert. 

Durch das Training mit IQoro stärken Sie Ihr Zwerchfell und lindern so Ihre Beschwerden. Während Ihre tägliche Trainingsroutine Ergebnisse zeigt, werden die beschwerdefreien Perioden immer länger, bis sich die Symptome im Laufe der Zeit völlig legen. Dann haben Sie die Ursache Ihres Reflux auf natürliche Weise behandelt.

Das Training dauert insgesamt nur 90 Sekunden am Tag, verteilt sich auf drei Übungseinheiten und ist kinderleicht. Das IQoro kann überall eingesetzt werden: zu Hause, auf Arbeit oder unterwegs. Die Herausforderung besteht also eher darin, die Routine tatsächlich in den Alltag zu integrieren und wirklich zu üben.

Auch wenn Sie keine Symptome mehr haben, ist es wichtig, das Training fortzusetzen, um die Wirkung aufrechtzuerhalten. Allerdings können Sie die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche reduzieren.

Hier erfahren Sie, wie Sie mit IQoro trainieren.

Wie funktioniert IQoro?

Durch die ausgesprochen intensive Aktivierung des natürlichen Schluckprozesses stärkt IQoro die Muskulatur im Gesicht, in der Mundhöhle, im Rachen und in der Speiseröhre bis hinab zum Zwerchfell und zum Magen.

Sie aktivieren die Sinnesnerven in den Lippen und am weichen Gaumen und stimulieren dadurch das Gehirn. Damit erreichen Sie sogar Muskeln, die Sie nicht bewusst steuern können, wie den unteren Teil der Speiseröhre und den Mageneingang.

Durch die kontinuierliche Stimulierung und Aktivierung wird die Muskulatur gekräftigt. So wie die Arme stärker werden, wenn Sie regelmäßig Liegestütze machen, wird das Zwerchfell stärker, wenn Sie es regelmäßig aktivieren.

Mit einer täglichen Übungsfolge von insgesamt 90 Sekunden sorgt IQoro dafür, dass geschwächte Muskulatur, mit der Ihre Refluxbeschwerden in Verbindung zu bringen sind, gestärkt wird.

Ein starkes Zwerchfell kann die Lage des Magens besser kontrollieren und weniger Magensäure gelangt zurück in die Speiseröhre. 

Die Folge: Ihre Reflux-symptome verringern sich und verschwinden im Laufe der Zeit vollständig.

Wie schnell geht es mir besser?

Die Dauer der Behandlung mit IQoro hängt unter anderem davon ab, wie lange Ihre Refluxbeschwerden bereits andauern, wie geschwächt Ihre Muskulatur ist und wie gewissenhaft Sie Ihren täglichen Übungsplan einhalten.

Kundenbefragungen haben gezeigt, dass sich bei vielen bereits innerhalb weniger Wochen positive Ergebnisse aus dem Training mit IQoro zeigen. Andere müssen 6 Monate oder länger trainieren, um eine Verbesserung zu spüren.

Egal, wie lange Sie Beschwerden hatten, ob Sie jung, alt, fit, übergewichtig oder untergewichtig sind: Die Studien haben gezeigt, dass sich in 100 Prozent der Fälle nach 6–8 Monaten Training eine Verbesserung eingestellt hat, wobei mindestens 58 Prozent nach dieser Zeit beschwerdefrei waren. 

Auch wenn Sie das gewünschte Ergebnis erreicht haben, sollten Sie weiter trainieren, um zu vermeiden, dass Ihr Reflux zurückkehrt. Wenn Sie Medikamente gegen Ihre Symptome einnehmen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie die Dosierung reduzieren oder das Medikament absetzen. Das gilt auch dann, wenn sich Ihre Symptome verringert haben oder gar nicht mehr vorhanden sind.

Die Behandlung mit IQoro ist ohne Diagnose genauso effektiv

Diagnostizierter Zwerchfellbruch oder nicht – spielt das eine Rolle für eine erfolgreiche Behandlung mit IQoro

In einer wissenschaftlichen Studie mit Patienten mit Reflux-symptomen wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt:

  • eine Gruppe mit einem bestätigten Zwerchfellbruch 
  • eine Gruppe ohne bestätigten Zwerchfellbruch 

Alle Teilnehmer waren seit über 1 Jahr mit säureunterdrückenden Medikamenten behandelt worden und sollten die Einnahme der Medikamente zu Beginn der Studie absetzen. 

In der Studie trainierten beide Gruppen 6 Monate lang mit IQoro nach unseren Trainingsanweisungen. Nach diesem Zeitraum hatte sich der Reflux bei allen Teilnehmenden verbessert, wobei 58 Prozent von ihnen völlig beschwerdefrei waren.

Das Ergebnis der Studie wurde statistisch mit Drei-Sterne-Signifikanz, also der höchsten statistischen Sicherheit, bewertet. 

Die Studie zeigte überaus deutlich, dass die Wirkung der Behandlung mit IQoro in beiden Patientengruppen gleich gut war, unabhängig davon, ob ein bestätigter Zwerchfellbruch vorlag oder nicht.

Der Grund, warum bei einigen Teilnehmenden der Zwerchfellbruch nicht bestätigt worden war, lag wahrscheinlich darin, dass die Lage des Patienten oder der Patientin während der Röntgenuntersuchung nicht optimal war.

Beim Röntgen besteht die Gefahr, dass ein Zwerchfellbruch nicht erkannt wird, wenn die zu röntgende Person nicht auf der Seite liegt und Druck auf den Magen ausgeübt wird.

Linderung der Symptome

Refluxbeschwerden, die Auswirkungen auf den Alltag haben, sind keine Seltenheit. Sicher haben Sie schon die unterschiedlichsten Dinge ausprobiert, um die Symptome zu lindern und beschwerdefrei leben zu können?

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, um Reflux-symptome zu lindern:

  1. Neuromuskuläres Training
  2. Medikamente
  3. Hausmittel
  4. Änderung der Lebensweise

Sie sehen in der Auflistung oben, dass die beste Lösung für Reflux-probleme auf lange Sicht die Stärkung der Muskulatur mithilfe des IQoro ist – das sogenannte neuromuskuläre Training. 

Der Unterschied zwischen dem Training mit IQoro und anderen Möglichkeiten zur Linderung der Symptome besteht darin, dass IQoro die Ursache behandelt, während andere Methoden lediglich vorübergehend wirksam sind. 

Lesen Sie unten, wie die anderen Methoden zur Linderung von Reflux-symptomen wirken.

Medikamente gegen Reflux

Um Reflux-symptome zu lindern, werden üblicherweise verschiedene Medikamente eingenommen. Das ist durchaus eine Möglichkeit, um sich vorübergehend besser zu fühlen und bestimmte Symptome auszuschalten. Allerdings ist allen Medikamenten gegen Reflux gemeinsam, dass sie nicht der Ursache der Symptome auf den Grund gehen.

Wie funktioniert das? 

Säureblocker (PPI) schwächen die ätzende Wirkung der Magensäure ab, sodass diese im Falle eines Austritts in Speiseröhre und Rachen die Schleimhaut nicht angreift. Es kommt also auch bei Einnahme des Medikaments weiter zum Austritt von Magensäure, auch wenn die betroffene Person aufgrund der geringeren Säurekonzentration weniger starke Beschwerden verspürt.

Darüber hinaus reduzieren Säureblocker die Wirkung der Magensäure nur so lange, wie das Medikament eingenommen wird. Sobald es abgesetzt wird, stellen sich die Symptome früher oder später wieder ein. Das liegt daran, dass Medikamente keine Stärkung des geschwächten Zwerchfells herbeiführen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Reflux

Gegen Reflux gibt es auch rezeptfreie Medikamente. Dazu zählen beispielsweise Kautabletten, die eine geleeartige Masse bilden, die saures Aufstoßen verhindert.

Solche Medikamente eignen sich gut als kurzfristige Lösung, um die Schleimhäute vor der ätzenden Säure zu schützen. Für den langfristigen Gebrauch sind sie jedoch nicht vorgesehen, da sie das Risiko einer Reihe schwerer Krankheiten erhöhen. Daher sollten sie nicht längerfristig zur Symptomlinderung verwendet werden.

Da es Zeit braucht, um geschwächte Muskulatur zu trainieren und zu kräftigen, benötigen Sie möglicherweise zu Beginn Medikamente zur Linderung Ihrer Symptome, bis die Behandlung mit IQoro Wirkung zeigt. Dann ist es wichtig, die Dosierung in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu reduzieren, da sich sonst der sogenannte Rebound-Effekt einstellen kann.

Hausmittel

Es gibt viele verschiedene Hausmittel zur Reduzierung von Reflux-symptomen. Die meisten davon sind harmlos, wenn sie mit gesundem Menschenverstand angewendet werden.

Aus wissenschaftlicher Sicht werden Hausmittel gegen Reflux jedoch nicht empfohlen. Wenn Sie eine Möglichkeit finden, Ihren Reflux zu verringern, ist das natürlich positiv. Einigen hilft es, Wasser zu trinken, dem Natron beigemengt wird. Andere essen Mandeln oder achten darauf, viel Wasser zu trinken.

Für Hausmittel gilt dasselbe wie für andere Methoden zur Symptomlinderung: Gegen die zugrunde liegende Ursache, also die geschwächte innere Muskulatur, richten sie nichts aus.

Änderung der Lebensweise

Recht häufig wird empfohlen, den Lebensstil zu ändern, um Beschwerden zu lindern und die Symptome von Reflux zu reduzieren.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Abnehmen
  • Kopfende des Bettes anheben
  • Möglichst nicht vor dem Schlafengehen essen
  • Bestimmte Lebensmittel wie Kaffee, Weißbrot oder starke Gewürze meiden
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Beim Schlafen auf der linken Seite liegen

Veränderungen, die die Gesundheit fördern, sind natürlich in jedem Fall positiv. Wenn sie noch dazu gegen Ihren Reflux helfen, ist dagegen nichts einzuwenden. 

Änderungen des Lebensstils können allerdings dazu führen, dass Sie Ihr Leben an Ihren Zustand anpassen. Die Symptome machen sich dann nicht mehr so oft bemerkbar, während die zugrunde liegende Ursache trotzdem bestehen bleibt. 

Es kann für viele jedoch auch bedeuten, auf wichtige und angenehme Dinge im Leben zu verzichten, wie z. B. gutes Essen, Sport oder soziale Kontakte. Je länger Sie aber das Problem vor sich her schieben und versuchen, durch Änderungen Symptome zu vermeiden, desto schwächer wird das Zwerchfell.

Im Laufe der Zeit ist es daher nicht ungewöhnlich, dass sich weitere Symptome eines Zwerchfellbruchs einstellen. Deshalb ist es wichtig, eine langfristige Lösung zu finden und die geschwächte Muskulatur schnellstmöglich zu kräftigen. 

Ursachen von Reflux

Das zugrunde liegende Problem bei Reflux oder gastroösophagealer Refluxkrankheit ist ein geschwächtes Zwerchfell – ein sogenannter Zwerchfellbruch.

Das Zwerchfell ist ein dünner, aber kräftiger Muskel, der unter den Rippen sitzt und Brust- und Bauchhöhle voneinander trennt. Darüber liegen unter anderem die Lunge und das Herz, darunter Magen und Darm.

In der Mitte des Zwerchfells befindet sich eine Öffnung, durch die die Speiseröhre in den Magen führt. Das ist der Speiseröhrenschlitz.

Wenn Magen und Mageneingang unter dem Zwerchfell liegen, schließt der Schließmuskel am Mageneingang vollständig. Nahrung und Flüssigkeit können in den Magen gelangen, in die Speiseröhre aufsteigen kann aber nichts.

Wenn wir uns übergeben müssen oder aufstoßen, kann der obere Teil des Magens durch die Öffnung im Zwerchfell nach oben gleiten, sodass der Mageneingang vorübergehend über dem Zwerchfell liegt und sich öffnen und Inhalt freisetzen kann. Diese Funktion wird durch die Zwerchfellmuskulatur gesteuert.

Wenn das Zwerchfell aber geschwächt ist, kann der Magen unkontrolliert nach oben durchtreten. Zum Beispiel, wenn beim Hinlegen oder Bücken Druck auf den Magen ausgeübt wird.

Durch diese Verlagerung des Mageneingangs in die Brusthöhle hält dieser nicht mehr dicht und ätzende Magensäure gelangt in die Speiseröhre. Die Speiseröhre verträgt den stark sauren Magensaft nicht, der das brennende Gefühl, die Schmerzen und das häufig beschriebene Unwohlsein bei Reflux auslöst.

Diese Schwächung wird als Zwerchfellbruch oder in Latein Hiatushernie bezeichnet. Es gibt auch eine Reihe anderer Namen für dieselbe Diagnose, z. B. Mageneingangshernie oder Zwerchfellhernie.

Die Speiseröhre wehrt sich gegen die starke Magensäure durch Drüsen am unteren Ende der Speiseröhre, die einen schützenden Schleim bilden. Der wiederum kann weitere Symptome, wie schaumig-zähen Speichel verursachen.

Häufiges Räuspern, Heiserkeit und ständiger, anhaltender Reizhusten sind nicht auf eine Erkältung zurückzuführen, sondern darauf, dass austretende Magensäure und Schleim in die Atemwege und die Stimmbänder gelangen. Das sind häufige Reflux-symptome.

Wer bekommt Reflux?

Reflux kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen – egal ob jung oder alt. Schätzungen zufolge leiden bis zu 20 % der europäischen Bevölkerung unter Reflux. Das sind 112 Millionen Menschen allein in Europa.

Obwohl die Hauptursache für Reflux ein geschwächtes Zwerchfell ist, bedeutet das nicht, dass Betroffene untrainiert sind oder etwas falsch gemacht haben. 

Meist betrifft Reflux Menschen, die ansonsten völlig gesund sind. Reflux kann beispielsweise durch hartes Krafttraining über längere Zeiträume auftreten.

Bisher lässt sich wissenschaftlich nicht sicher sagen, warum so viele Menschen von Zwerchfellbruch und damit Reflux betroffen sind. Es gibt viele Gründe, aber es ist bekannt, dass Reflux häufig Personen trifft, die:

  • schnarchen oder unter Schlafapnoe leiden
  • zu schwer gehoben oder ihr Zwerchfell überlastet haben
  • schwanger sind, da der Fötus gegen Magen und Zwerchfell drückt
  • lange krank waren und sich flüssig ernähren mussten 
  • älter sind und eine erschlaffte innere Muskulatur haben
  • normalerweise nicht körperlich aktiv sind
  • schwer fettleibig sind
  • unter Diagnosen/Erkrankungen leiden, bei denen die Muskelfunktion beeinträchtigt ist

Genau wie die Arm- und Beinmuskulatur nachlassen kann, ist dies natürlich auch bei der inneren Körpermuskulatur aus verschiedenen Gründen möglich. 

Zum Beispiel ist es keine Seltenheit, dass mehrere Mitglieder ein und derselben Familie Reflux-probleme haben, da hier die Umgebung und der Lebensstil eine Rolle spielen können.

Eine häufige Ursache für Reflux sind Schwangerschaften, da der Druck auf das Zwerchfell zunimmt, wenn ein Kind in der Gebärmutter heranwächst. Auch das Alter ist eine häufige Ursache für Reflux-probleme, da alle unsere Muskeln mit zunehmendem Alter schwächer werden.

Das Training mit IQoro funktioniert für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Voraussetzungen. 

Ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen können mit Hilfe trainieren, wenn die Fähigkeit, IQoro zu halten oder die Lippen zu schließen, in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. IQoro gibt es auch für Kinder.

Refluxarten

Es gibt verschiedene Arten von Reflux. Die Symptome sind jeweils ähnlich. Dennoch unterscheiden sie sich gleichzeitig so stark voneinander, dass es unter Umständen schwierig sein kann zu erkennen, dass Sie unter Reflux leiden.

Im Folgenden erklären wir den Unterschied zwischen stillem Reflux, GERD, LPR und Barrett-Syndrom.

Was ist GERD/GORD?

Bei GERD bzw. GORD gelangt Magensäure in die Speiseröhre und greift dort die Schleimhaut an. Die Symptome bei GERD sind in der Regel Sodbrennen, ein Kloßgefühl im Hals, Schmerzen hinter dem Brustbein, Schluckbeschwerden bei bestimmten Nahrungsmitteln, zähflüssiger Speichel mit schaumiger Konsistenz.

Viele GERD-Betroffene klagen außerdem über langwierigen Reizhusten. Meist sind die Symptome sowohl in der Brust als auch im Hals zu spüren.

GERD steht für Gastro Esophageal Reflux Disease, während GORD für Gastro Oesophageal Reflux Disease steht. Es ist also ein und dasselbe und nur davon abhängig, wie Sie den Fachbegriff für Speiseröhre buchstabieren.

Was ist stiller Reflux?

Als stiller Reflux wird Reflux ohne Sodbrennen bezeichnet.

Stiller Reflux bedeutet, dass Sie weder unter Sodbrennen, noch unter saurem Aufstoßen leiden. Stattdessen haben Sie andere Refluxsymptome – hauptsächlich im Hals.

Vielleicht haben Sie Beschwerden mit zähem Schleim, häufigem Räuspern, einem Kloßgefühl im Hals oder einer Reizung des Kehlkopfes.

Wenn außerdem Magensäure in Ihre Atemwege gelangt, reizt sie Ihre Stimmbänder und kann dazu führen, dass Ihre Stimme sich ändert. Dadurch entsteht das Räuspern, durch das versucht wird, den Schleim von den Stimmbändern loszuwerden und die Stimme frei zu bekommen. 

Der Grund, warum Sie nichts von der aufsteigenden Magensäure wissen, ist, dass das passiert, während Sie schlafen. Das ändert jedoch nichts am Problem: Magensäure tritt durch einen Zwerchfellbruch in die Speiseröhre aus und reizt dort die Schleimhaut.

Was ist LPR?

Laryngofarynx-Reflux (LPR) bedeutet, dass wie bei den anderen Refluxarten Magensäure aufgrund eines Zwerchfellbruchs in die Speiseröhre austritt.

Der Unterschied besteht darin, dass Sie bei LPR normalerweise sowohl Sodbrennen als auch Symptome haben, die denen von stillem Reflux ähneln, also Räuspern, zäher Schleim und ein Kloßgefühl im Hals oder Halsschmerzen und Reizungen des Kehlkopfes und der Stimmbänder.

Was ist Sodbrennen?

Auch Sodbrennen und saures Aufstoßen sind darauf zurückzuführen, dass Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Symptome von Sodbrennen sind brennende, stechende oder quälende Schmerzen in der Brust oder im Hals.

Was ist das Barrett-Syndrom?

Ein Barrett-Syndrom (Barrett-Ösophagus) entsteht normalerweise, wenn über einen längeren Zeitraum immer wieder Magensäure in die Speiseröhre fließt.

Beim Barrett-Syndrom hat die ätzende Säure aus dem Magen die Schleimhaut der Speiseröhre bereits geschädigt. Diese Verletzungen können zu Zellveränderungen führen, aus denen sich eine Krebserkrankung entwickeln kann.

Reflux Behandlung

Refluxbeschwerden sind nicht ungewöhnlich und in den meisten Fällen harmlos, wenn sie nur gelegentlich auftreten. Häufen sich die Beschwerden und beeinträchtigen sie Ihren Alltag, sollten Sie etwas dagegen unternehmen.

Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?

Wenn Sie erhebliche Refluxbeschwerden haben, sollten Sie auf jeden Fall medizinischen Rat einholen. Durch eine Untersuchung kann dann eine andere schwere Erkrankung ausgeschlossen werden.

Da die Reflux Behandlung mit IQoro keinerlei negative Nebenwirkungen hat, können Sie sofort damit beginnen, Ihre Muskulatur zu kräftigen, während Sie noch auf ihren Termin warten.

Sollte sich ihr Reflux schnell erheblich verschlimmern, wenden Sie sich auf jeden Fall an einen Arzt. Haben Sie Sodbrennen und schwarzen Stuhl oder haben Sie sich übergeben und das Erbrochene sieht aus wie Kaffeesatz, stellen Sie sich sofort beim Bereitschaftsdienst oder in der Notaufnahme vor.

Untersuchungen und Diagnosemaßnahmen

Wenn Sie sich mit Reflux oder Sodbrennen vorstellen, werden Sie höchstwahrscheinlich von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht und behandelt. Der Arztbesuch beginnt in der Regel damit, dass Sie Ihre Beschwerden beschreiben.

Dabei ist es hilfreich, wenn Sie sich vorbereitet haben und schildern können, wie oft und wann Ihre Symptome auftreten, welche Symptome Sie haben und seit wann sie andauern. Sie können gern unseren Reflux-Selbsttest durchführen. Dabei werden Ihre Symptome erfasst und festgestellt, ob Sie eine Hiatushernie haben oder nicht. Er dauert nur drei Minuten und ist kostenlos.

Wenn Sie beim Arzt vorstellig werden, soll möglicherweise auch eine Gastroskopie durchgeführt werden. Sie erhalten eine Überweisung und gehen dann zu Ihrem Termin für die Gastroskopie.

Gastroskopie bei Reflux

Bei einer Gastroskopie wird eine kleine Kamera durch die Nase eingeführt, mit der das Innere der Speiseröhre und des Magens untersucht wird. Dabei sucht die untersuchende Person zum Beispiel nach Verletzungen und Entzündungen. Außerdem kann sie Gewebeproben entnehmen, die auf Zellveränderungen überprüft werden.

Viele Menschen finden eine Gastroskopie unangenehm, es ist aber möglich, sich ein Beruhigungsmittel verabreichen zu lassen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben. Vor einer Gastroskopie dürfen Sie mindestens sechs Stunden lang nicht essen.

Gastroskopie zeigt keinen Zwerchfellbruch – warum habe ich Reflux?

Man muss sich unbedingt vor Augen halten, dass eine Kamera nicht erkennt, wie stark Ihre Muskeln sind, weder innerhalb noch außerhalb des Körpers. Selbst wenn der Magen unkontrolliert durch das Zwerchfell auf und ab gleitet, kann es durchaus sein, dass er sich genau zum Zeitpunkt der Gastroskopie unter dem Zwerchfell befindet.

Daher kann in der Gastroskopie alles normal aussehen, auch wenn Sie einen Zwerchfellbruch haben, der Ihren Reflux verursacht. Wäre es möglich zu verfolgen, wie sich Ihr Magen im Tagesverlauf bewegt, zum Beispiel beim Heben von schweren Dingen, würde das Ergebnis möglicherweise anders ausfallen.

Eine Gastroskopie wird in erster Linie nicht durchgeführt, um gezielt nach einem Zwerchfellbruch zu suchen, sondern um andere Diagnosen auszuschließen. Wenn die Untersuchung jedoch zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird und der Magen bis zur Brusthöhle gerutscht ist, kann der Chirurg messen, um wie viele Zentimeter er sich verschoben hat.

Rezepte über Refluxmedikamente sind eine indirekte Diagnose

Wenn Ihnen Medikamente gegen Ihre Reflux-symptome verschrieben werden, kommt das einer indirekten Diagnose Ihrer Hiatushernie gleich.

Die Ursache für Reflux ist eine Hiatushernie, da es der geschwächte Muskel ist, der das Austreten von Magensäure ermöglicht.

Wenn Ihnen Medikamente zur Linderung Ihrer Reflux-probleme verschrieben werden, bedeutet dies, dass Ihr Arzt eine Hiatushernie diagnostiziert hat, auch wenn diese während einer Untersuchung nicht explizit bestätigt wurde. Wenn darüber hinaus eine Gastroskopie durchgeführt wurde, die ausschließt, dass Ihre Symptome auf andere Ursachen zurückzuführen sind, ist die Diagnose noch sicherer.

Sie können jederzeit mit dem Training der Zwerchfellmuskulatur mit IQoro beginnen, wenn Sie Refluxbeschwerden haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Medikamente einnehmen oder nicht.

Refluxoperation

Bei einer Reflux-operation wird der Magen unter dem Zwerchfell fixiert. Dadurch kann der obere Teil des Magens nicht mehr durch den Speiseröhrenschlitz (die Öffnung im Zwerchfell) nach oben gleiten. So wird verhindert, dass Magensäure austritt und Beschwerden verursacht.

Die Operation bei Reflux ist ein kurzer Eingriff, nach dem Sie normalerweise das Krankenhaus am selben Tag verlassen können. Die ersten Tage nach einer Reflux-operation sollten Sie es ruhig angehen lassen, kleine Portionen essen und gründlich kauen. Einige Ärzte verschreiben nach der Operation eine spezielle Diät.

Was man vor einer Reflux-operation unbedingt bedenken muss, ist, dass es nach einem solchen Eingriff nicht möglich ist, normal aufzustoßen oder zu erbrechen. Sollten Sie danach etwas Unverträgliches zu sich nehmen, müssen Sie sich möglicherweise in ärztliche Behandlung begeben, um den Mageninhalt wieder loszuwerden.

Auch gibt es keine Garantie, dass die Symptome nicht einige Zeit nach dem Eingriff zurückkehren. Daher ist eine Operation nur der letzte Ausweg und wird nur sehr wenigen Menschen mit Beschwerden angeboten.

Selbst wenn Sie eine Operation planen, um Ihren Reflux loszuwerden, gibt es nichts, was vor dem Eingriff gegen das Training mit IQoro spricht.

Eine Behandlung mit IQoro als Alternative vor einer Operation wird von NICE, dem britischen nationalen Institut für Gesundheit und klinische Exzellenz, empfohlen.

IQoro nach Reflux-Operation?

Es gibt Menschen, die sich einige Zeit nach ihrer Reflux-operation an uns wenden, wenn ihre Reflux-symptome wieder auftreten. 

Selbst nach einer Operation ist es nicht zu spät, um mit dem IQoro-Training zu beginnen. Sehr wahrscheinlich sind durch die Kräftigung des Zwerchfells auch dann noch positive Effekte möglich. 

Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen mit operierten Patienten und dazu, wie erfolgreich das Training dann ist. 

Quellenangaben:

  1. Kjellén G, Tibbling L. Manometric oesophageal function, acid perfusion test and symptomatology in a 55-year-old general population. Clinical Physiology. 1981; 1:405-15
  2. Hägg M, Tibbling L, Franzén T. Esophageal dysphagia and reflux symptoms before and after oral IQoro® training. World J Gastroenterol 2015; 21(24): 7558-7562.