Schnarchen als sozial störendes Phänomen

Schnarchgeräusche entstehen häufig, weil sich das Gaumensegel am Zäpfchen im Schlaf zu sehr entspannt. Dadurch verengt sich der hintere Rachenraum, und die vorbeiströmende Atemluft verursacht Vibrationen.

Schnarchen kann mit der Zeit zu vibrationsbedingten Schäden führen und nicht nur Ihren eigenen Nachtschlaf stören. Dabei ist dieser doch so wichtig, um Gelerntes zu speichern und erholt in den Tag zu starten.

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die gegen das Schnarchen helfen können. Die tatsächliche Ursache lässt sich aber nur beseitigen, indem Sie die geschwächte Muskulatur kräftigen.

Häufige Symptome beim Schnarchen

Schnarchen ist ein sehr verbreitetes Problem, das direkt oder indirekt die allermeisten Menschen betrifft. Denn auch, wenn Sie selbst nicht schnarchen, können Sie um Ihren Nachtschlaf gebracht werden – von der Person, die neben Ihnen im Bett liegt. Viele Paare haben wegen des Schnarchens getrennte Schlafzimmer, worüber jedoch oft Stillschweigen bewahrt wird.

Wenn Sie allein leben, wissen Sie vielleicht gar nicht, dass Sie schnarchen – bis es jemand zur Sprache bringt, der die Nacht im gleichen Zimmer verbracht hat. In all diesen Fällen liegt ein sozial störendes Schnarchen vor. 

Schnarchen wird häufig von folgenden Symptomen begleitet:

  • Sie nehmen selbst gar keine Symptome wahr, aber Personen in Ihrem Umfeld beschweren sich.
  • Sie haben beim Aufwachen einen trockenen oder schmerzenden Hals.
  • Sie leiden morgens unter Kopfschmerzen.
  • Sie fühlen sich tagsüber nicht ausgeruht, sondern sind häufig müde.

Was beim Schnarchen im Körper geschieht

Häufig entstehen Schnarchgeräusche, weil sich das Gaumensegel, ein Muskel im Bereich des Rachenzäpfchens, zu sehr entspannt. Die vorbeiströmende Atemluft lässt das erschlaffte Gewebe vibrieren. Dabei entstehen die Geräusche, die wir als Schnarchen bezeichnen.

Vibrationsbedingte Schäden durch Schnarchen

Die nächtlichen Vibrationen im Rachen belasten nicht nur unsere Mitmenschen, sondern können auch das Gewebe schädigen. Von diesen Schäden können auch Nerven betroffen sein. Nervensignale werden nicht mehr richtig an die Muskeln übertragen, wodurch die Muskelkraft mit der Zeit weiter zurückgeht. Studien der schwedischen Universität Umeå haben gezeigt, dass u. a. die so entstandenen Schäden dazu führen können, dass die Rachenmuskulatur im Schlaf absackt. Hierdurch kommt es zu Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe.[7]

Bei einer Schlafapnoe wird der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Damit aus diesem Zustand keine ernsthafte Erkrankung wird, sollte er behandelt werden. Auch wenn Ihr Schnarchen bisher vor allem Ihre Mitmenschen stört, empfiehlt es sich daher, frühzeitig dagegen vorzugehen.

Was kann ich selbst tun?

Es gibt so einiges, was Sie selbst gegen Ihr Schnarchen tun können. Dabei unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Behandlungsmethoden. 

Eine aktive Behandlungsmethode kräftigt die Muskulatur so, dass diese die Atemwege wieder öffnet und das Schnarchen dadurch nachlässt. 

Eine passive Behandlungsmethode wirkt dagegen nur während der Anwendung und hat keinen Einfluss auf die zugrunde liegende Ursache.

Aktive Behandlung des Schnarchens

Das Üben mit dem neuromuskulären Trainingsgerät IQoro ist eine aktive Behandlungsmethode gegen das Schnarchen. Indem Sie dreimal täglich je 3 x 10 Sekunden trainieren, kräftigen Sie die geschwächte innere Muskulatur, die zu den Ursachen des Schnarchens gehört. Dies erhöht die Muskelspannung und damit die Fähigkeit, die Atemwege auch im Schlaf offen zu halten. Damit sinkt das Risiko, dass der Rachenraum zu eng wird und das erschlaffte Gaumensegel im Luftstrom zu vibrieren beginnt. Die Wirkung stellt sich mit der Zeit ein: Je länger Sie trainieren, desto stärker geht das Schnarchen zurück. Damit das Behandlungsergebnis bestehen bleibt, empfiehlt sich ein anschließendes Erhaltungstraining – wie bei jedem anderen Krafttraining auch.

Dieses Video zeigt Ihnen in 30 Sekunden, wie das Training mit IQoro funktioniert. Wenn Sie sich eingehender mit dem Thema befassen möchten, empfehlen wir Ihnen die wissenschaftlichen Studien zu IQoro (Link zum Seitenende).

Passive Behandlung des Schnarchens

Es stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die das Schnarchen auf herkömmliche Weise bekämpfen. Diese lindern jedoch lediglich die Symptome, und auch das nur für die Dauer der Anwendung. Wenn Sie eine passive Behandlungsmethode also absetzen, wird nachts wieder gesägt, was das Zeug hält.

Beispiele für gängige passive Behandlungsmethoden gegen das Schnarchen:

  • Nasenspray. Kann helfen, wenn das Schnarchen auf eine verstopfte Nase zurückgeht.
  • Rachenspray. Wirkt auf das Gaumensegel und dämpft die beim Schnarchen auftretenden Vibrationen.
  • Schnarch- oder Protrusionsschiene. Mindert das Schnarchrisiko, indem sie den Unterkiefer weiter nach vorn bringt und dadurch die Atemwege im Schlaf weitet.
  • CPAP (Überdruckbeatmung mit Maske). Kommt in erster Linie bei Patienten mit Atemaussetzern im Schlaf oder obstruktiver Schlafapnoe (OSA) zum Einsatz.
  • Operation. Da Operationen am Gaumensegel häufig mit Nebenwirkungen einhergehen, zur Wirksamkeit aber nur wenige aussagekräftige Studien vorliegen, sind sie eher die Ausnahme. Manchmal werden jedoch Kinder operiert, wenn ihre Schlafapnoe z. B. von vergrößerten Mandeln oder Polypen verursacht wird. Auch wenn bei Erwachsenen mit Schlafapnoe die Mandeln vergrößert sind, empfiehlt sich eine Operation.[1]

Weitere Tipps gegen Schnarchen

Parallel zum Aufbau der Muskulatur können Sie weitere Dinge tun, um Ihre Beschwerden zu lindern:

  • Atmen Sie durch die Nase. Wenn Sie auch ohne Erkältung durch den Mund atmen, kann in der Nase eine Verengung vorliegen. Damit Sie optimal durch die Nase atmen können, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
  • Schlafen Sie nicht auf dem Rücken, sondern besser auf der Seite oder dem Bauch.
  • Benutzen Sie kein hohes Kopfkissen, damit Ihr Nacken im Schlaf nicht zu stark gekrümmt ist. Ein gekrümmter Nacken verstärkt die Verengung im Rachen.
  • Versuchen Sie, eventuelles Übergewicht zu reduzieren. Gegen das Schnarchen können schon einige Kilo weniger viel ausrichten.
  • Meiden Sie Alkohol, der die Muskulatur zusätzlich erschlaffen lässt und damit das Schnarchen fördert.
  • Bei Verwendung einer Schnarchschiene können Sie diese nachts ruhig weitertragen und tagsüber schon anfangen, mit IQoro Ihre Muskulatur zu kräftigen. Wenn die Behandlung mit IQoro zu guten Ergebnissen geführt hat, kann häufig problemlos auf die Schiene verzichtet werden. Wurde sie Ihnen jedoch ärztlich verordnet, sollten Sie Rücksprache mit der behandelnden Praxis halten, bevor Sie ganz auf das Tragen der Schnarchschiene verzichten.

Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?

Wenn Sie nicht nur schnarchen, sondern auch unter Tagesmüdigkeit leiden und Ihnen schon gesagt wurde, dass Sie im Schlaf Atemaussetzer hatten, sollten Sie sich zur Abklärung an eine haus- oder zahnärztliche Praxis wenden. Dort wird man Sie ggf. an eine Spezialklinik mit Schlaflabor überweisen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Atemaussetzern im Schlaf.

Welche Folgen hat Schlafmangel?

Guter Schlaf ist wichtig. Und ob das Schnarchen nun Sie selbst oder die Person neben Ihnen betrifft – die Schlafqualität kann deutlich leiden. Im Schlaf tankt unser Gehirn neue Energie. Auch für dessen Plastizität spielt der Schlaf eine entscheidende Rolle: Dies ist die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und zu verändern, ohne die kein Lernen denkbar ist.

Mit der Zeit kann Schlafmangel z. B. folgende Probleme nach sich ziehen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Übergewicht
  • Diabetes Typ 2
  • Depressionen
  • Ängste

Außerdem kann Schlafmangel Reaktionen verlangsamen und kognitive Fähigkeiten herabsetzen.

Wie viele Stunden Schlaf jemand braucht, lässt sich allgemein nur schwer sagen. Entscheidender als die Schlafdauer ist im Übrigen die Schlafqualität. Wenn Sie sich tagsüber wach fühlen und ihren Aufgaben meistens recht gut gewachsen sind, bekommen Sie vermutlich genug Schlaf. Sind Tagesmüdigkeit und Kopfschmerzen dagegen Ihre ständigen Begleiter, ist Ihr Nachtschlaf vielleicht tatsächlich durch Schnarchen und Schlafapnoe gestört.[5, 6]

Sind Männer und Frauen gleich stark betroffen?

Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen: Fast alle kennen jemanden, der schnarcht oder unter einem schnarchenden Bettnachbarn leidet. Wussten Sie, dass extremes Schnarchen eine Lautstärke von 80 Dezibel erreichen kann? Das ist so laut, als würden Sie direkt neben einer stark befahrenen Straße schlafen.

Schnarchen kommt bei Männern und Frauen vor und wird mit zunehmendem Lebensalter lauter und störender. Der Großteil der schnarchenden Bevölkerung ist zwischen 50 und 60 Jahren alt. In dieser Altersgruppe schnarchen 26 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen jede Nacht. 

Frauen sind weniger stark betroffen, was mit dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen und seiner möglicherweise schützenden Wirkung zusammenhängt. Außerdem verteilt sich Übergewicht anders als bei Männern. Wenn Männer zunehmen, zeigt sich dies eher am Bauch und am Hals, also besonders in der Körpermitte. [1]

Andere Ursachen des Schnarchens

  • Müdigkeit oder Stress.
  • Alkohol. Entspannt die Muskulatur und mindert dadurch die Fähigkeit, die Atemwege freizuhalten.
  • Rauchen. Reizt die Schleimhäute und kann das Schnarchen fördern.
  • Verengung im Rachen.
  • Übergewicht. Fettablagerungen an Bauch und Hals erhöhen den Druck auf die Atemwege und erschweren deren Freihaltung.
  • Vergrößerte Mandeln oder Polypen. Können die Mundatmung und damit das Schnarchen fördern.
  • Überbiss oder kleiner Unterkiefer.
  • Muskelrelaxanzien wie Schlaftabletten oder morphinhaltige Medikamente.

Schnarchen in der Schwangerschaft

Schnarchen in der Schwangerschaft ist nichts Ungewöhnliches – vor allem zum Ende hin schnarchen über 20 Prozent aller Schwangeren. Forschungen in Umeå zufolge leiden schnarchende Schwangere doppelt so häufig unter Bluthochdruck und Schwangerschaftsvergiftung. 

Schnarchen bei Kindern

Bei Kindern ist Schnarchen nicht normal. Wenn es dennoch auftritt, sollten grundsätzlich Nase und Rachen untersucht werden. Die häufigsten Ursachen sind vergrößerte Mandeln oder Polypen (Adenoide), die eine Verengung der oberen Atemwege mit sich bringen.

Wissenschaftliche Studien zu IQoro

Das neuromuskuläre Trainingsgerät IQoro kann die Muskulatur des Gaumensegels und der oberen Atemwege wirksam kräftigen – dies belegen mehrere wissenschaftliche Studien (Die Seite liegt nur in englischer Sprache vor).

Nach über 20 Jahren klinischer Erfahrung können wir heute sagen, dass IQoro den Zustand von Patienten mit verordneter CPAP-Behandlung oder fehlgeschlagener Schnarch-OP stark verbessert. 

Außerdem zeigt die Forschung, dass die Muskulatur von Gaumensegel und oberen Atemwegen durch die Behandlung mit IQoro deutlich gekräftigt wird. So war bei Menschen mit vollständiger Rachenlähmung nach 13 Wochen Training die normale Funktion wiederhergestellt.[2] 

Objektive Tests mit hochauflösenden Manometrie- und Druckmessverfahren konnten nachweisen, dass die neuromuskuläre Behandlungsmethode mit IQoro die gesamte Muskulatur von der Mundhöhle bis hin zum Zwerchfell aktiviert.[3, 4] So erreicht IQoro das Steuersystem für den Schluckprozess, das zudem eng mit der Atemfunktion verknüpft ist.

Quellenangaben:

  1. Hjärt och lungfonden (2016), Sömnapné – En skrift om andningsuppehåll under sömn, vetenskapligt ansvarig: Karl Franklin, universitetslektor och överläkare, Enheten för kirurgi, Umeå universitet, Umeå, Experter: Richard Harlid, överläkare vid Aleris FysiologLab i Stockholm; Jan Hedner, professor i sömnrelaterade sjukdomar, Sömnlaboratoriet, Sahlgrenska universitetssjukhuset i Göteborg; Michael Lysdahl, Aleris FysiologLab i Stockholm; Eva Lindberg, docent och överläkare, verksamhetschef för lung och allergikliniken vid Akademiska sjukhuset i Uppsala; Marie Marklund, tandläkare och universitetslektor vid institutionen för odontologi, Umeå universitet. 
    Sömnapné – En skrift om andningsuppehåll under sömn.pdf
     
  2. Hägg M, Tibbling L, Franzén T. Effect of IQoro® training in hiatal hernia patients with misdirected swallowing and esophageal retention symptoms. Acta Otolaryngol. 2015 Jul;135(7):635-9.
     
  3. Hägg M, Tibbling L, Franzén T. Esophageal dysphagia and reflux symptoms before and after oral IQoro® training. World J Gastroenterol 2015; 21(24): 7558-7562
    Open access: http://www.wjgnet.com/1007-9327/full/v21/i24/7558.htm
  4. Karolinska Institutet, http://ki.se/forskning/nyfiken-pa-somnbrist-nar-john-blund-vagrar-dyka-upp
  5. 1177, Västra Götalandsregionen, https://www.1177.se/Vastra-Gotaland/sjukdomar–besvar/lungor-och-luftvagar/andningssvarigheter-och-andningsuppehall/obstruktiv-somnapne/
  6. Farhan Shah. Neuromuscular injuries and pharyngeal dysfunction in snorers and sleep apnea patients. Umeå Universitet, http://umu.diva-portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2%3A1200372&dswid=-6830
  7. Svenska Sömnapnéregistret, https://sesar.registercentrum.se/